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Ursula von der Leyen – Eine Frau an der Spitze der Bundeswehr

Ursula von der Leyen – Eine Frau an der Spitze der Bundeswehr

„Viel Feind, viel Ehr“ – Ursula von der Leyen schreckt nicht vor politischen Ämtern zurück, die hohes Konfliktpotential bieten. Seit 2013 ihrem Amtsantritt 2013 ist sie die erste Frau an der Spitze des Bundesministeriums der Verteidigung – ein Posten, der in den vergangenen Jahrzehnten vor allem von Rücktritten gekennzeichnet war. Doch von der Leyen zögerte keine Sekunde und trat an, die Probleme und Altlasten ihrer Vorgänger zu lösen.

Eine Frau an der Spitze des männerdominierten Ressorts? Natürlich gab es zu Ursula von der Leyens Antritt spöttische Stimmen hinter vorgehaltener Hand. Dann erklärte sie auch noch, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitnehmer Deutschlands machen zu wollen, der sich unter anderem durch eine hohe Vereinbarkeit von Dienst und Familie auszeichne. Sie habe wohl nicht gemerkt, dass sie nicht mehr im Familienministerium sitze, wurde geunkt. Doch von der Leyen bremste das nicht. Sie will die Bundeswehr reformieren, und wenn dafür alte Strukturen aufgebrochen werden müssen, dann passiert genau das. Nach ihrer Ernennung entlässt sie mehrere Staatssekretäre, zuletzt Stéphane Beemelmans, einen engen Vertrauten ihres Vorgängers Thomas de Maizière. Beemelmans Nachfolgerin wird die Unternehmensberaterin Kartin Suder, wie ihre Chefin die erste Frau auf so einer hohen Position im Verteidigungsministerium.

Ursula von der Leyen treibt den Umbau der Bundeswehr konsequent voran

Die Reform der Bundeswehr ist ein Mammutprojekt. Von der Leyen muss von ihren Vorgängern angeschobene problematische Projekte erfolgreich zu Ende führen und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der Truppe aufrechterhalten und verbessern. Kritische Berichte über mangelhafte Ausrüstung und explodierende Kosten von Rüstungsprojekten sind an der Tagesordnung. Doch Ursula von der Leyen arbeitet zielstrebig am Umbau von Ministerium und Bundeswehr – immer lächelnd, aber auch konsequent in ihren Entscheidungen.

Ärztin, Mutter und Ministerin

Ursula von der Leyen wurde am 8. Oktober 1958 in Ixelles/Elsene in Belgien geboren. Ihr Vater, der spätere niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht, arbeitete zu dieser Zeit bei der EWG-Kommission in Brüssel. Obwohl ihr die Politik eigentlich in die Wiege gelegt wurde, begann sie nach dem Abitur zunächst ein Studium der Volkswirtschaftslehre, das sie 1980 abbrach. Das folgende Medizinstudium schloss von der Leyen 1987 ab, 1991 legte sie ihre Promotion ab. Danach arbeitete Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistenzärztin.

Ursula von der Leyen trat 1990 in die CDU ein. Bis 2003 übte sie verschiedene Funktionen auf regionaler Ebene aus und gehörte verschiedenen Ausschüssen der Sozial- und Gesundheitspolitik an. Am 4. März wurde die Gesundheitspolitikerin zur Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit in der niedersächsischen Landesregierung ernannt – ein Amt, das sie bis 2005 innehatte. In diesem Jahr wurde von der Leyen in das Kompetenzteam der CDU für den Bundestagswahlkampf berufen. Im Rahmen der Bildung des ersten Kabinetts unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde von der Leyen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dieses Ministeramt besetzte sie auch nach der Bundestagswahl 2009.

Nach dem Rücktritt von Franz Josef Jung als Bundesminister für Arbeit und Soziales wurde Ursula von der Leyen dessen Nachfolgerin. Im dritten Kabinett Merkel folgte 2013 ihr Wechsel an die Spitze des Verteidigungsministeriums.

Ursula von der Leyen ist seit 1986 mit dem Mediziner Heiko von der Leyen verheiratet, mit dem sie sieben Kinder hat. Die Familie lebt in Burgdorf-Beinhorn bei Hannover.

Fotocredit: Deutscher Bundestag / Achim Melde