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Anne Will – Gesellschaftliches Engagement macht reich

Anne Will – Gesellschaftliches Engagement macht reich

Im Beruf ist Anne Will konsequent ihren Weg gegangen. Sie zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der Medienbranche, der nach ihr benannte Politik-Talk „Anne Will“ ist eine feste Institution in der TV-Landschaft. Für ihre journalistische Arbeite hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten – mindestens ebenso preiswürdig ist das gesellschaftspolitische Engagement der Anne Will. Ehrenamtlich Betätigung „macht reich“, lautet das Credo einer Frau mit viel Verstand und einem großen Herzen, die nicht nur in ihrem Beruf etwas bewegen möchte.

Anne Will wird 1966 im Städtchen Hürth geboren, das zum Regierungsbezirk Köln gehört. Das Abitur am Hürther Albert-Schweitzer-Gymnasium absolviert sie mit der Note 1,5, ab 1985 studiert sie zunächst an der Universität zu Köln und dann an der Freien Universität Berlin die Fächer Geschichte, Anglistik und Politikwissenschaft. Schon während ihres Studiums ist sie journalistisch tätig, arbeitet bei der „Kölnischen Rundschau“ und dem „Spandauer Volksblatt“, später erhält sie ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Eine Frau geht ihren beruflichen Weg

Nach dem Studium volontiert Anne Will beim Sender Freies Berlin, ihre ersten Auftritte vor größerem TV-Publikum hat sie Ende 1992, als sie die Sendungen „Mal ehrlich“ und „Sportpalast“ moderiert. Für den WDR leitet sie von 1996 bis 1998 die Sendung „Parlazzo“, bundesweite Bekanntheit erlangt sie dann 1999 mit einem Paukenschlag: Anne Will moderiert die „Sportschau“ – als bis dato erste Frau überhaupt. Von 2001 bis 2007 ist sie das Gesicht der „Tagesthemen“, bis sie im selben Jahr zur Nachfolgerin von Sabine Christiansen gekürt wird. Am 16. September geht ihre politische Talksendung „Anne Will“ auf Sendung. Der Premium-Sendeplatz am Sonntagabend ist Anne Will bis 2011 vorbehalten, dann muss sie dem neuen ARD-Zugpferd Günther Jauch (Sende-)Platz machen und auf den Mittwoch ausweichen.

Trommlerin für gesellschaftliches Engagement

Ebenfalls im Jahr 2007, als es mit ihrer eigenen Talkshow losgeht, macht Anne Will ihre langjährige Liebe zu einer Frau öffentlich – der Publizistin und Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel. Hohe Wellen schlägt ihr Coming-out nicht und es gelingt dem Paar erfolgreich, sein Privatleben aus den Schlagzeilen herauszuhalten. Um ihr gesellschaftliches Engagement macht Anne Will ebenfalls kein großes Aufheben. An die Öffentlichkeit geht sie aber immer dann, wenn sie damit einer guten Sache dienen kann. So wie 2009, als sie als Botschafterin der Kampagne „Gemeinsam für Afrika“ auf die Probleme von Millionen Bewohnern des afrikanischen Kontinents aufmerksam macht. Sie belässt es nicht bei einigen wenigen Charity-Auftritten vor der Kamera, sondern macht sie unter anderem in Ruanda, im Kongo und Südsudan mit der Lage vor Ort vertraut. Und sie rührt öffentlich die Werbetrommel für ehrenamtlichen Einsatz. „Engagement macht reich! Reich an Begegnungen, Erfahrungen und gemeinsamen Erfolgen“, wirbt sie auf der Webseite engagement-macht-stark.de.

Kampf gegen Missstände

Da ist es nur konsequent, dass sich Anne Will privat für zahlreiche weitere Organisationen einsetzt. So ist sie Botschafterin des „Raums der Namen“ im Berliner Holocaust-Denkmal, einer Kampagne des Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Sie engagiert sich für die Hilfsorganisation Medico International und unterstützt den Kampf gegen Landminen. Darüber hinaus macht sich Anne Will für Gleichberechtigung stark – auch und insbesondere in der Medienbranche. 2012 zählt sie zu den prominentesten Erstunterzeichnern der Aktion Pro Quote. Dass nur „ein Bruchteil der Führungspositionen in den Rundfunkanstalten und Verlagshäusern von Frauen besetzt ist, ist ein katastrophaler Missstand“, kritisiert sie. Und Missstände will Anne Will nicht einfach so hinnehmen, weder als Journalistin noch als engagierte Bürgerin.

Foto: By Stuart Mentiply (Own work) [GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)], via Wikimedia Commons

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