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Maria Furtwängler – ein Leben zwischen Glamour und Engagement

Maria Furtwängler – ein Leben zwischen Glamour und Engagement

Sie gilt als schön, sie hat ein großes Herz, sie ist intelligent und eine der prominentesten und beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands: Als Tatort-Kommissarin lockt Maria Furtwängler regelmäßig mehr als neun Millionen Zuschauer vor den Fernseher. Es sind jedoch nicht nur ihre Fähigkeiten als Mimin, die die studierte Ärztin auszeichnen: Großes Engagement zeigt sie im Kampf gegen Krebs, Gewalt gegen Kinder und die Bekämpfung von Krankheit und Armut in der Dritten Welt.

Schauspielerin aus Leidenschaft

Maria Furtwängler wurde am 13. September 1966 geboren und ist die Großnichte des Dirigenten Wilhelm Furtwängler. Als Tochter eines Architekten und einer Schauspielerin wuchs sie in geregelten Verhältnissen auf. Schon mit acht Jahren stand sie zum ersten Mal vor der Kamera: Damals spielte sie in dem Film „Zum Abschied Chrysanthemen“, bei dem ihr Onkel Florian Furtwängler Regie führte. Ihre Mutter Kathrin Ackermann übernahm die frühe schauspielerische Ausbildung ihrer Tochter. Nach dem Abitur studierte Maria Furtwängler Humanmedizin, promovierte und praktizierte als Ärztin in München. Die Schauspielerei ließ sie jedoch nicht los – in der Erfolgsserie „Eine glückliche Familie“ spielte sie zwischen 1987 und 1990 die Rolle der Katja Behringer und wurde so einem breiten TV-Publikum bekannt. 1995 folgte die Beziehungskomödie „Drei Frauen und (k)ein Mann“ – danach ging es mit Serien wie „Hallo, Onkel Doc!“ und Rollen in Komödien, Melodramen und Krimis wie „Der Alte“, „Fahnder“ oder „Siska“ weiter. 2001 war das Geburtsjahr der Hannoveraner Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm – diese ist inzwischen der Deutschen liebste Ermittlerin und löste bis heute mehr als 20 Fälle. Die Mutter von Charlotte Lindholm wird von Furtwänglers Mutter Kathrin Ackermann gespielt.

Energiequelle Familie

Seit 1991 ist Maria Furtwängler mit dem Verleger Hubert Burda verheiratet. Ihre beiden Kinder sind inzwischen erwachsen und haben das Elternhaus verlassen, um zu studieren. Für das Multitalent Furtwängler der richtige Zeitpunkt, sich ganz auf neue Projekte zu konzentrieren: In einem Interview verriet sie kürzlich, dass sie gern auch einmal selbst als Drehbuchautorin tätig werden würde. Entspannung sucht Maria Furtwängler beim Joggen und beim Yoga. Für sie ein wichtiger Ausgleich: „Es ist schon so, dass ich manchmal so viele Dinge durcheinander mache und mir so viel vornehme, dass mir der Schädel brummt.“

Für andere einstehen – ihr ehrenamtliches Engagement

Noch wichtiger als die Schauspielerei ist für Maria Furtwängler ihr soziales Engagement. Etwas „Sinnvolles“ zu tun, gehört von jeher zu ihrem Leben – mittels ihrer Popularität macht sie auf verschiedene Hilfsprojekte aufmerksam und setzt sich für deren Ziele ein. Als Präsidentin des Kuratoriums der Hilfsorganisation German Doctors, die ehrenamtlich arbeitende Ärzte zu Hilfsprogrammen auf den Philippinen, in Indien, Bangladesch, Kenia, Sierra Leone und Nicaragua entsendet, besucht sie in regelmäßigen Abständen die Einsatzorte und wird dort auch selbst als Ärztin tätig. Gleichzeitig ist sie im Stiftungsvorstand des „Bündnis für Kinder – Gegen Gewalt“ tätig. Seit Jahren setzt sie sich außerdem für die Felix-Burda-Stiftung ein, die 2001 auf Wunsch ihres sehr jung an Darmkrebs verstorbenen Stiefsohns Felix Burda ins Leben gerufen wurde. Für ihr Engagement in der Hilfsorganisation „Ärzte für die Dritte Welt“ wurde Maria Furtwängler 2003 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Maria Furtwängler schafft es, das scheinbar Gegensätzliche überzeugend miteinander zu verbinden: Beruf und Familie, Medizin und Schauspiel, Glamour und soziales Engagement. Nicht zuletzt das macht sie zu einer durchweg beeindruckenden Frau.

Foto: By Siebbi (ipernity.com) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons