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Kristin Schwarz: Jung, mutig und erfolgreich an der Spitze von Schwarz Cranz

Kristin Schwarz: Jung, mutig und erfolgreich an der Spitze von Schwarz Cranz

Die Fleischindustrie ist eine Männerbranche. Traditionell haben hier die Fleischermeister das Sagen; eine junge Frau, frisch von der Universität, muss sich erst einmal durchsetzen. Lesen Sie hier, wie Kristin Schwarz die Wurstfabrik Schwarz Cranz fit für die Zukunft gemacht hat.

Schon als Schülerin interessiert sich Kristin Schwarz für das Familienunternehmen Schwarz Cranz, das ihr Vater Paul-Otto Schwarz in fünfter Generation führt. Sie selbst gehört zur sechsten Generation – und ist ein Mädchen. Ihr Vater freut sich über ihr Interesse, aber das Unternehmen führen? Vater und Großvater sind skeptisch. Kann sie sich in dieser Branche durchsetzen, im Verdrängungswettbewerb behaupten? Doch Kristin Schwarz setzt sich das Familienunternehmen als Ziel, studiert Betriebswirtschaftslehre in Berlin und steigt 1999 in den mittelständischen Betrieb ein. Alleinige Gesellschafterin wird sie zehn Jahre später.

Unternehmensnachfolge im Familienunternehmen – auch für Mädchen?

Der Einstieg ist hart, doch sie erwirbt sich Respekt. Fragt, was sie nicht versteht. Lässt sich nicht einschüchtern von Fleischermeistern, von Lieferanten und Händlern. Und setzt ihre Ideen durch. Sie erkennt, dass das Unternehmen wachsen muss, um sich nicht bei den vielen Verlierern auf dem umkämpften Markt für Wurstwaren wiederzufinden, und dass sie in Technologie investieren muss. Sie muss Altes mit Neuem verbinden, die Tradition wahren aber dennoch die Herstellung industrialisieren. Nur so, davon ist sie überzeugt, hat Schwarz Cranz auf dem Markt für Fleischwaren überhaupt eine Chance.

Kristin Schwarz: Hamburger Unternehmerin des Jahres

Diesen Mut und diese Hartnäckigkeit hebt auch der Hamburger Wirtschaftssenator Horch in seiner Laudatio für Kristin Schwarz bei ihrer Wahl zur Unternehmerin des Jahres 2013 hervor: Seit der Generationenübergabe sei es ihr dank vorausschauender unternehmerischer Entscheidungen gelungen, die Weichen für die Zukunft zu stellen und Mitarbeiterzahl und Umsatz von Schwarz Cranz zu vervielfachen. Auch ihr Großvater – der ihr zunächst die Firmenleitung nicht zugetraut hatte – zollt ihr schließlich Respekt für ihre Leistung.

Ihr Erfolg: Schwarz steigert den Umsatz von 40 Millionen auf heute 130 Millionen Euro, sie schafft über 300 zusätzliche Arbeitsplätze – Schwarz Cranz beschäftigt heute über 500 Mitarbeiter – und krempelt die Produktion komplett um. Wurstwaren werden heute mit automatisierten Verfahren in modernsten Fertigungsanlagen hergestellt. Ebenso gehören zu einem modernen, verbraucherorientierten Unternehmen die regelmäßigen Kontrollen durch unabhängige Labore dazu, außerdem nationale und internationale Zertifizierungen. Belohnt werden die Anstrengungen mit regelmäßigen Prädikaten und Preisen für die Produkte, und mit treuen Kunden vor allem unter den großen Einzelhändlern.

Schwarz Cranz: Qualität geht vor

In ihrem Unternehmen stehen die Produkte selbst und die Verbraucher im Mittelpunkt. Kristin Schwarz bewahrt alte Rezepte, kommt ohne Aromen, Farb- und Zusatzstoffe aus. Das Wachstum darf nicht auf Kosten der Qualität gehen, das ist ihr Credo. Mit diesem Ansatz erwirbt sie sich den Respekt und die Anerkennung ihrer Mitarbeiter und in der Region. Das Unternehmen Schwarz Cranz gehört heute zu den 20 größten Fleischwarenherstellern in Deutschland und hat den Generationenwechsel hervorragend gemeistert – das ist keine Selbstverständlichkeit, weder in der Branche noch unter mittelständischen Familienunternehmen.

Bild: Schwarz Cranz