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Regine Sixt – Ruhestand nicht in Sicht

Regine Sixt – Ruhestand nicht in Sicht

Ihre Energie lässt Regine Sixt nicht im Stich, sie bleibt weiterhin als Senior Executive Vice President Marketing des internationalen Bereichs an Bord des Autovermieters. Zum Jahresanfang 2015 hat Ihr Mann Erich Sixt seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Sixt AG bis 2020 verlängert, beide bleiben weiter gemeinsam in der Verantwortung – obwohl das Paar das Ruhestandsalter längst überschritten hat. Lesen Sie hier, was Regine Sixt antreibt.

Marketing-Allianzen schmieden

Von Anfang an engagiert sich Regine Sixt im Familienunternehmen. Nach der Hochzeit mit dem Familienunternehmer Erich Sixt im Jahr 1976 ist sie es, die die internationale Expansion vorantreibt, sie schließt Verträge mit großen Fluglinien und Hotelketten, sie erobert den amerikanischen Markt, führt Innovationen wie das Corporate-Credit-Card-Programme ein, entwirft die Uniformen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf aller Welt, leitet das Internationale Marketing. Unternehmerin durch und durch, sieht sie gemeinsam mit ihrem Mann das Unternehmen zu einem globalen Mobilitätsdienstleister wachsen, sie expandieren in heute 110 Länder und bauen eine Fahrzeugflotte von 172.600 Fahrzeugen auf.

Erich und Regine Sixt sehen keinen Anlass, sich zurückzuziehen, immerhin blicken sie auf das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte zurück: Im Jahr 2014 betrug der Gesamtumsatz 1,8 Milliarden Euro, auch der Ertrag von 157 Millionen Euro ist ein Rekordergebnis. Die Marke steht gut da, die Investitionen sind auf Rekordniveau. Wachstumsmotor dieser Entwicklung ist das Auslandsgeschäft – der Bereich, der Regine Sixt immer am Herzen lag. Die Söhne Alexander und Konstantin Sixt sind inzwischen in den Vorstand der Sixt AG aufgerückt, so dass für die Familienkontinuität gesorgt ist; dennoch hat Erich Sixt seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender bis 2020 verlängert, und auch seine Frau wird noch lange nicht den Rückzug antreten.

Soziale Verantwortung für Kinder

Dabei hat sie längst weitere Herzensprojekte aufgebaut. Im Jahr 2000 gründet sie die Regine Sixt Kinderhilfestiftung „Tränchen Trocknen“, mit der sie Projekte in aller Welt unterstützt. Die Stiftung setzt sich für die weltweite Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern ein; inzwischen ist sie fester Bestandteil der Corporate Social Responsibility bei Sixt. Entstanden ist die Idee auf dem Oktoberfest, bei der „Damenwiesn“, wo sie weiterhin für diese Projekte Geld sammelt. Jahr für Jahr ist Regine Sixt eine perfekte Gastgeberin, lädt mehr als 1.300 Damen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien aufs Oktoberfest – das Treffen ist bei Weitem nicht nur ein Society-Event, sondern Networking für Powerfrauen aus München und aller Welt.

Internationale Anerkennung

Internationale Beziehungen sind ihr im Unternehmen und auch politisch ein Anliegen. Unermüdlich setzt sie sich für die deutsch-israelischen Beziehungen ein, hat mit dem „Scopus Award“ eine der höchsten Ehrungen der Hebräischen Universität Jerusalem erhalten. Internationale Anerkennung auch für ihre Rolle als Unternehmerin: 2013 erhält sie den renommierten „Women Entrepreneur of the World Award“ der FCEM (Femmes Chefs d’Entreprises). 2014 wird sie vom Freistaat Bayern für ihr europäisches Engagement geehrt (Bild).

Nicht nur taz.de fällt allerdings auf, dass ihre Äußerungen zur Frauenthemen nicht immer mit dem in Einklang zu bringen sind, was sie in ihrer Karriere und in ihrem ehrenamtlichen Engagement leistet. Dem „Focus“ gegenüber sagt sie vor einigen Jahren im Interview, zu viel Emanzipation sei nicht gut, spricht sich dezidiert gegen eine Frauenquote aus. Doch wenn sie über ihre Erfolge im Unternehmen und mit ihrer Stiftung spricht, ist die Stimme einer sehr eigenständigen und tatkräftigen Geschäftsfrau zu vernehmen.

Bild: Screenshot Youtube,com